Dein Marketingteam soll KI-Sichtbarkeit selbst betreuen: Welche Partner im DACH-Raum arbeiten nach dem Prinzip do it with me?
Zuletzt aktualisiert:
7 Minuten LesezeitDo it with me heißt: Ein Partner baut mit Deinem Team das Fundament für KI-Sichtbarkeit, richtet die Messung ein und übergibt die laufende Pflege Schritt für Schritt. Im DACH-Raum kommen dafür drei Anbietertypen infrage: spezialisierte GEO-Berater mit Begleitmodell, Agenturen mit fester Übergabephase und Tool-Anbieter mit Schulung. Es trägt, wenn in Deinem Marketing eine Person feste Zeit dafür hat. Fehlt sie, ist done for you die bessere Wahl.

Was heißt do it with me bei KI-Sichtbarkeit, und worin unterscheidet es sich von done for you?
Bei done for you übernimmt eine Agentur die Arbeit komplett. Du bekommst Berichte, aber das Wissen, warum ChatGPT oder Perplexity Dich nennen oder übergehen, bleibt bei ihr. Bei do it with me arbeitet der Partner mit Deinem Team an denselben Seiten, erklärt jede Entscheidung und zieht sich nach einer vereinbarten Phase zurück, bis Dein Team die Routine allein trägt.
Die Frage, welches Modell passt, ist eine Variante der Grundsatzfrage Agentur oder selber machen. Do it with me ist der Mittelweg dazwischen: Du kaufst Dir Zeit und Erfahrung für den Aufbau, nicht für den Dauerbetrieb.
Der Bedarf dafür ist belegt. Laut Gartner erwarten 65 Prozent der Marketingchefs, dass KI ihre Rolle in den nächsten zwei Jahren stark verändert, aber nur 32 Prozent halten deutliche Änderungen am eigenen Kompetenzprofil für nötig (Gartner, 2026). Genau diese Lücke soll ein Begleitmodell schließen, statt sie mit einem Dienstleister zu überdecken.
Welche Aufgaben bleiben beim Partner, und welche übernimmt Dein Team?
Beim Partner gehören die Dinge hin, die man einmal richtig aufsetzt und selten anfasst: die technische Grundlage der Website, strukturierte Daten, die Frage, welche KI-Crawler Du zulässt, und vor allem die Messung. Wer nicht misst, weiß nicht, ob eine Änderung gewirkt hat.
Dein Team übernimmt, was laufend passiert und Wissen über Dein Geschäft braucht: Antworten auf echte Kundenfragen schreiben, bestehende Seiten nachschärfen, interne Links setzen, Bewertungen und Verzeichniseinträge pflegen. Gerade der letzte Punkt ist kein Nebenschauplatz. Bei zwei lokalen Kunden, die KI-Systeme in 21 von 58 und 21 von 53 Antworten nennen, stammten 89 und 83 Prozent der nachvollziehbaren Quellen von fremden Seiten wie Verzeichnissen und Bewertungsportalen, nur 11 und 17 Prozent von der eigenen Website (eigene Messung, Lauf 14.10.2026).
Diese Off-Site-Präsenz entsteht im Tagesgeschäft, im Gespräch mit Kunden und Partnern. Verzeichniseinträge kann ein Dienstleister anlegen, Bewertungen und Erwähnungen entstehen aber nur dort, wo Dein Team mit Kunden spricht. Deshalb gehört dieser Teil von Anfang an in die Hände Deines Teams.
Welche Anbietertypen arbeiten im DACH-Raum nach diesem Prinzip?
Spezialisierte GEO-Berater mit Begleitmodell: kleine Teams oder Einzelberater, die mit Dir eine Ausgangsmessung machen, die ersten Seiten gemeinsam überarbeiten und Dein Team in festen Sitzungen anlernen. Sie passen zu Mittelständlern und lokalen Dienstleistern mit einer Marketingperson, die mitziehen will.
Agenturen mit fester Übergabephase: klassische SEO- oder Content-Agenturen, die GEO ergänzt haben und eine Übergabe vertraglich zusagen. Sie passen, wenn am Anfang viel Umsetzung anfällt, etwa ein Relaunch oder eine neue Wissensrubrik, und Dein Team danach übernehmen soll. Prüfe hier genau, ob die Übergabe im Angebot steht oder nur im Verkaufsgespräch.
Tool-Anbieter mit Schulung: Monitoring-Software, die zeigt, in welchen KI-Antworten Du auftauchst, oft mit Onboarding und Empfehlungen. Sie passen zu B2B-Softwarefirmen mit erfahrenem Inhouse-Marketing, das vor allem Daten braucht. Einen Überblick gibt der Beitrag zu AEO-Tools für den Mittelstand. Ein Tool ersetzt aber keine Beratung, es zeigt das Problem und lässt die Lösung offen.
Wenn Du einen Partner in der Region suchst, ob in Deutschland, Österreich oder der Schweiz, frag jeden Kandidaten dieselbe Frage: Was kann mein Team nach der Zusammenarbeit allein, was es vorher nicht konnte? Die Antwort trennt die Typen schneller als jede Leistungsliste. Damit Du mich richtig einordnest: vindbar gehört nicht zum ersten Typ. Ich übernehme die Umsetzung in der Regel selbst und gebe Dir eine Analyse mit Bauplan mit, wenn Dein Team selbst bauen will. Eine mehrwöchige Begleitung mit Schulung biete ich nicht an.
Woran erkennst Du, dass ein Partner Wissen wirklich überträgt, statt Dich abhängig zu halten?
Das erste Zeichen ist die Messung. Ein guter Partner richtet sie so ein, dass Dein Team sie ohne ihn lesen kann, und legt offen, wie er misst. Wie das aussieht, steht im Beitrag KI-Sichtbarkeit messen. Wer Zahlen nur im eigenen Dashboard zeigt, auf das Du nach Vertragsende keinen Zugriff hast, baut Abhängigkeit.
Das zweite Zeichen ist, wie offen er über Fehlschläge spricht. Wir haben acht Nachschärfungen an Kundenseiten jeweils 33 Tage später nachgemessen: drei haben gewirkt, eine teilweise, eine hat nichts verändert, zwei haben verschlechtert und eine war nicht messbar (eigene Wirkungsprüfung, Stand 17.10.2026). Ein Partner, der Dein Team anlernen will, zeigt Dir solche Bilanzen, weil Dein Team genau aus diesen Fällen lernt, was es künftig lassen sollte.
Das dritte Zeichen sind übertragbare Handgriffe statt Geheimwissen. Ein Beispiel: Bei einem Veranstaltungstechniker im Markgräflerland standen Beiträge mit 6 internen Links auf Position 4,2, Beiträge mit nur einem internen Link auf 32,4 und 35,7 (Google Search Console, Stand 01.09.2026). Interne Verlinkung ist eine Routine, die jede Redakteurin nach einer Sitzung beherrscht. Ein guter Partner bringt Deinem Team solche Routinen bei und schreibt sie auf.
Weitere Prüffragen findest Du in Worauf Du bei KI-Suchoptimierung achten solltest.
Wann trägt das Modell nicht, und was passt dann besser?
Do it with me scheitert, wenn niemand im Team feste Zeit dafür bekommt. Ein Kanzleiinhaber, der zwischen Mandaten nebenbei Seiten pflegen soll, wird nach der Begleitphase nicht weitermachen. Dann passt done for you besser: Du zahlst für die Arbeit, statt für ein Training, das versandet.
Es trägt auch nicht, wenn Dein Team schon erfahren in SEO ist und nur Daten fehlen. Dann reicht ein Monitoring-Tool, und eine Begleitung wäre zu viel. Umgekehrt braucht ein Softwareanbieter mit großem Content-Volumen eher eine eigene Stelle oder eine Agentur, weil die Menge an Seiten die Kapazität einer einzelnen Marketingperson übersteigt.
Bevor Du Dich für ein Modell entscheidest, lohnt ein Blick auf den Ist-Zustand. Ein kostenloser GEO-Check zeigt, wo Du heute in KI-Antworten stehst. Ob und wie sich eine beratende Begleitung bezuschussen lässt, erklärt die Seite zur Förderung.
Häufige Fragen
Ab welcher Teamgröße lohnt sich eine Begleitung nach dem Prinzip do it with me?
Welche Agenturen bieten Workshops an, damit unser Marketingteam KI-Sichtbarkeit selbst aufbauen kann?
Was muss ein Partner übergeben, damit wir nach der Begleitung ohne ihn weitermachen können?
Was passiert, wenn unser Team nach der Begleitung doch keine Zeit für die Pflege hat?
Quellen
Du willst wissen, ob ChatGPT, Perplexity und Gemini Dein Unternehmen heute nennen? Ich stelle drei Kauffragen aus Deiner Branche und schicke Dir die Antworten im Wortlaut.
Kostenlos, kein Verkaufsgespräch, Antwort in zwei Werktagen.