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SEO, AEO, GEO: Was ist der Unterschied, und warum wird daraus eine Disziplin?

Kurz gesagt

SEO, AEO und GEO beschreiben drei Orte derselben Frage: die Trefferliste bei Google, die Antwort darüber und die Empfehlung im Chat von ChatGPT, Perplexity oder Gemini. Für mich sind sie eine Disziplin, weil alle drei auf dieselbe Grundlage zugreifen, eine Firma mit überall gleichen Angaben. Meine Messungen stützen das: Zur Suche „beste seo agentur deutschland“ standen alle 6 Quellen der KI-Übersicht von Google auch in den normalen Treffern.

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9 Minuten Lesezeit
Verantwortlich: Marco Licht. Mit KI-Unterstützung recherchiert und geschrieben, geprüft von Marco Licht am . Wie die Beiträge entstehen

Marco Licht aus Bad Bellingen ist SEO-Berater für KI-Sichtbarkeit und Gründer von vindbar: Er baut Inhabern die Website und macht sie bei Google und in ChatGPT, Perplexity und Gemini auffindbar.

Bei Google bevorzugen
Vier Schritte nebeneinander: SEO als Platz in der Trefferliste, AEO als Antwort in der Box, GEO als Empfehlung im Chat, und darunter die Entität als dieselbe Quelle an allen drei Orten.
SEO, AEO und GEO beschreiben drei Orte, die Grundlage darunter ist eine einzige Entität.

Für KI-Sichtbarkeit kursieren drei Kürzel, und oft wird jedes einzeln angeboten. Ich sehe darin eine einzige Arbeit und schreibe hier, warum. Erst kommen die drei Begriffe, dann meine Position, dann ein Fall, an dem sich alle drei an einem Betrieb ablesen lassen.

Was ist SEO, und zählt Platz 1 noch?

SEO ist die Arbeit an der Trefferliste: zehn Links, und Du willst auf einen davon, möglichst weit oben, damit jemand klickt. Diese Arbeit ist nicht erledigt. Google schreibt im eigenen Leitfaden, seine KI-Funktionen seien „rooted in our core Search ranking and quality systems“. Wer in der normalen Suche fehlt, hat es also auch in der KI-Antwort darüber schwer.

Verschoben hat sich, was ein Platz bringt. Suchanfragen, die wie ein Auftrag an eine KI formuliert sind, werden in der Search Console meiner Kunden kaum geklickt. Die Zahlen dazu stehen im Beitrag über vorentschiedene Anfragen.

Brauchst Du noch SEO, wenn Deine Kunden die KI fragen?

Du brauchst es, gerade wegen der KI-Übersicht. In meiner ersten Studie habe ich nachgesehen, woher die KI-Übersicht von Google ihre Quellen nimmt. Zur Suche „beste seo agentur deutschland“ standen alle 6 Quellen der KI-Übersicht von Google auch in den normalen Treffern derselben Suche. Wer bei Google nicht gefunden wird, hat es deshalb schwer, in dieser Übersicht als Quelle zu stehen.

Das gilt auch für die Frage, ob sich Platz 1 noch lohnt, wenn darüber eine KI-Übersicht steht. Wie viele Klicks bleiben, hängt an der Art der Frage. Die Treffer darunter bleiben aber das Material, aus dem die Antwort entsteht. Gemessen habe ich das an einer Suche an einem Tag. Das ist ein Hinweis und kein Beweis, er zeigt aber in dieselbe Richtung wie Googles eigene Beschreibung.

Was ist AEO, und was verlangt die Antwort über den Treffern?

AEO steht für Answer Engine Optimization, die Arbeit an der Antwort statt am Link. Gemeint sind das Featured Snippet, die AI Overviews und der KI-Modus von Google, dazu Sprachassistenten. Bewerben kannst Du Dich dafür nicht. Für AI Overviews und den KI-Modus schreibt Google, es gebe keine zusätzlichen Anforderungen und keine besondere Optimierung.

Die Antwort verlangt deshalb Handwerk, das alt klingt. Eine Frage, die wirklich jemand stellt. Die Antwort im ersten Absatz statt nach drei Absätzen Anlauf. Absätze, die für sich allein stehen, weil eine Maschine genau einen davon herausschneidet. Und Angaben, die stimmen. Strukturierte Daten sind kein Eintrittsticket, Google schreibt dazu: „Structured data isn't required for generative AI search“.

Was ist GEO, und warum zählt dort die Nennung?

GEO steht für Generative Engine Optimization. Der Begriff stammt aus einem Forschungspapier von Aggarwal und Kollegen, 2023 als Vorabdruck erschienen und 2024 auf der KDD-Konferenz veröffentlicht. Gemeint ist die Arbeit daran, in den Antworten von ChatGPT, Perplexity oder Gemini genannt zu werden. Einen Platz 7 gibt es dort nicht, Dein Name steht in der Antwort oder er fehlt.

Wie oft er fehlt, zähle ich jeden Monat. Im Oktober 2026 fiel in 476 von 1.419 verwertbaren Antworten des vindbar-Index überhaupt kein Anbietername. Und dieselbe Agentur kam bei Perplexity auf 74 Nennungen, bei der ChatGPT-Schnittstelle auf 2. Gemessen wird GEO deshalb in Nennungen je Frage, mit festen Fragen und Wiederholungen, so wie in KI-Sichtbarkeit messen beschrieben.

SEO, AEO und GEO nebeneinander: Was unterscheidet sie?

Der Ort, an dem etwas passieren soll, und die Zahl, an der Du es misst. SEO misst Positionen, Impressionen und Klicks in der Search Console. AEO misst, ob Dein Text in der Antwort über den Treffern steht und ob danach noch jemand klickt. GEO misst, in wie vielen Antworten Dein Name fällt, mit festen Fragen und mehreren Durchläufen.

  1. SEO, der Platz in der Trefferliste Das Ziel ist der Klick auf der Ergebnisseite von Google oder Bing. Es zählen Relevanz, Technik und Autorität der einzelnen Seite. Ablesen kannst Du es in der Search Console.
  2. AEO, die Antwort über den Treffern Das Ziel ist ein Absatz von Dir im Featured Snippet, in der AI Overview oder im KI-Modus. Es zählt ein Textstück, das eine echte Frage vollständig beantwortet. Google wählt selbst aus.
  3. GEO, die Empfehlung im Chat Das Ziel ist Dein Name in der Antwort von ChatGPT, Perplexity, Gemini oder Copilot. Es zählt, was die KI über Dich an verschiedenen Stellen liest und ob das zusammenpasst. Eine einzelne Antwort ist dabei kein Messwert.

Warum sind SEO, AEO und GEO für mich eine Disziplin?

Weil alle drei auf dieselbe Grundlage zugreifen. Google denkt seit 2012 in Dingen statt Zeichenketten, so stand es bei der Vorstellung des Knowledge Graph. Die KI-Systeme lesen dieselben Seiten, Profile und Verzeichnisse wie die Suche. Wer dort überall mit denselben Angaben steht, ist für alle drei Orte dieselbe verlässliche Entität.

Im Juli 2026 habe ich auf LinkedIn geschrieben, dass sich SEO, AEO und GEO in eine zentrale Entität verschieben. Seitdem arbeite ich danach: SEO, AEO und GEO sind eine Disziplin. Du baust nicht drei Dinge, Du baust eine Firma mit überall gleichen Angaben, der drei Oberflächen trauen.

Bei M/S Design aus Freiburg, einem Bad- und Heizungsbetrieb, den ich betreue, lassen sich alle drei Orte an einem Betrieb ablesen. In der Kartensuche nach „Bad Design“, wöchentlich an 43 Messpunkten rund um Freiburg gemessen, war Platz 1 der beste Wert, der Begriff steckt allerdings zum Teil im Firmennamen. Copilot und die KI-Antworten von Bing zitierten die Seite laut Bing Webmaster Tools im Export vom 22. Oktober 2026 184-mal zu zwölf Suchanfragen. Und in meiner KI-Messung vom 27. Oktober 2026 nannten 17 von 58 Antworten den Betrieb oder zitierten seine Seite als Quelle. Die Einzelheiten stehen in der Fallstudie M/S Design.

Was tust Du konkret, wenn Du in Entitäten denkst?

Du fängst bei den Angaben an, nicht bei der Technik. Ein Name, überall gleich geschrieben, dazu dieselbe Adresse, dieselben Öffnungszeiten und dieselbe Beschreibung Deiner Leistung auf der Website, im Google-Unternehmensprofil, im Impressum und in jedem Verzeichnis. Danach sammelst Du Belege von außen und beantwortest die Fragen Deiner Kunden mit Zahl, Datum oder Fall.

Am 23. Juli habe ich es auf LinkedIn an Öffnungszeiten gezeigt: auf Google 18 Uhr, auf der Website 17 Uhr, auf Facebook noch die vom letzten Sommer. Jede Maschine, die diese drei Quellen vergleicht, bekommt drei verschiedene Antworten. Die Punkte in der Reihenfolge, in der ich sie angehe, stehen in der Checkliste, wie Du von der KI empfohlen wirst. Bei mir ist das ein einziger Auftrag, beschrieben auf der Seite SEO, AEO und GEO aus einer Hand.

Ob die Grundlage auf Deiner eigenen Seite stimmt, siehst Du im kostenlosen GEO-Check: in 30 Sekunden, mit einem Score von 0 bis 100 und den Lücken in der Reihenfolge, in der Du sie schließt.

Quellen

Du willst wissen, ob ChatGPT, Perplexity und Gemini Dein Unternehmen heute nennen? Der Check liest Deine Website und stellt danach die fünf Kauffragen Deiner Kunden an die drei Systeme.

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